Realexperiment Haltestelle Mühlburger Tor

An der Haltestelle Mühlburger Tor wurden über die GO Karlsruhe App lange Wartezeiten an den Ampeln gemeldet. Zudem wurde bei einer Untersuchung eine hohe Anzahl von über ROT laufenden Fußgängern festgestellt. In der Spitze laufen bis zu 50% der Fußgänger über ROT. Die Analyse der Situation vor Ort hat ergeben, dass Fußgänger die Straße bei ROT überquerten, weil zu diesem Zeitpunkt keine Autos zu sehen waren. Zudem besteht das Problem, dass zu Schulbeginn und -ende die Aufstellfläche für Fußgänger nicht ausreicht.

 

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Im Rahmen des Forschungsprojekts Reallabor „GO Karlsruhe“ erfolgt im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2018 ein Verkehrsversuch an der Haltestelle Mühlburger Tor. Bei dem Verkehrsversuch wird die Überquerungsmöglichkeit der Straße zu und von der Haltestelle verändert. Fußgänger können dann auch ohne Ampel die Straße überqueren, da für den Autoverkehr nur ein Fahrstreifen pro Richtung bestehen bleibt. Die Möglichkeit, auch gesichert mit Hilfe von Ampelsignalen die Straße zu überqueren, bleibt weiterhin bestehen.

 

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Die Autofahrer werden statt bisher auf zwei Fahrstreifen auf einem Fahrstreifen fahren. Die Ampelschaltung wird auf eine Bedarfsampelsteuerung umgestellt. Das bedeutet, dass die Ampel im Normalzustand dunkel ist und sich im Ruhemodus befindet.
Sie kann aber jederzeit aktiviert werden, indem der gelbe Ampeldrücker betätigt wird. Nach der Betätigung des gelben Ampeldrückers leuchtet das ROTE Fußgänger-männchen. Nach kurzer Zeit bekommen dann die Autofahrer ROT und die Fußgänger GRÜN, so dass sie die Straße gesichert überqueren können. Solche Bedarfsampeln haben sich bereits an anderen Stellen in Karlsruhe bewährt.

 

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28 thoughts to “Realexperiment Haltestelle Mühlburger Tor”

  1. 18/10/2018 M.Schulz.
    eine Zumutung für alle, die pünktlich irgendwo sein müssen, die ohnehin schon durch viele, viele Baustellen gestresst werden. Zur Erkenntnisgewinnung bedarf es keine wissenschaftliche Studie!

  2. 18/10/2018 Alexander Ruis
    Wenn man den zahlreichen Pendlern, die von Karlsruher Unternehmen benötigt werden, das ohnehin schon schwere Leben noch schwerer machen will, dann nur weiter so.

  3. 18/10/2018 Simone Menz
    Ich finde die Ampelregelung bei Bedarf sehr gut. Ich bin dort täglich unterwegs und gehe auch bei “ROT”, da oft kein Auto zu sehen ist und ich den Verkehrsfluss nicht unterbrechen möchte. Allerdings ist mir nicht verständlich, warum es dazu nur eine Spur bedarf. Die Stelle ist so gut überschau, dass man das auch mit 2 Spuren machen kann. Denn der Verkehrsstau auf der Kaiserallee finde ich für die Anwohner unerträglich und birgt m.E. auch Gefahren, wenn z.B. Passanten zwischen den wartenden Autos durchlaufen.

    Fazit: Ampel bei Bedarf aber mit 2 Fahrspuren!

  4. 18/10/2018 B. Reiss
    Das mit der Ampel finde ich gut, allerdings sind seither erhebliche Staus auf beiden Seiten zu beobachten. Dann doch lieber die Ampel bei zweispurigem Verkehr belassen und die Reaktionszeiten der Ampel verkürzen.

  5. 18/10/2018 SaSe
    Dieses Realexperiment ist meines Erachtens ganz großer Schwachsinn !
    Das Realexperiment ruft jeden Morgen sehr sehr lange Auto-Staus hervor, was für mich täglich eine 20minütige ! Verspätung ins Büro bedeutet !
    Wie wird dieses Experiment eigentlich überwacht ? Eine Kamera ist nicht zu sehen !
    Diese mögliche Kameraaufnahmen würden bezeugen, dass eine einspurige Lösung für die Kaiserallee zu Berufsverkehrszeiten undenkbar ist.
    Manchmal frage ich mich, ob denn die Verantwortlichen bei der Stadt noch richtig ticken !!!
    Ich werde noch eine offizielle Beschwerde nachreichen.

  6. 18/10/2018 Maria Müller
    Was für ein Unfug, man sollte mal die Mündigkeit von Menschen ansprechen und vielleicht ein Experiment andenken, das die Kommunikation von Menschen fördert. Sprich – die seltsame Überreglementierung unsers Verkehrsystemes leitet Menschen an auf Regeln die den eigenen Vorteil eröffnen zu bestehen und nachteilige (rote Ampeln) zu umgehen, anstatt den Sinn der Rücksichtnahme im Verkehr zu verstehen und zu leben. Nur Belohnungen/Sanktionierungen die Eigenverantwortlichkeit/Respekt und Rücksichtnahme fordern, können hier zu positiven Ergebnissen führen. Daher ist dieses sehr fragwürdige Konzept dieses Experiments nun wirklich im Bereich des Nonsens anzusiedeln.

    Viele Grüße

  7. 18/10/2018 I. Esser
    Vollkommen Realitätsfremd. Rein ideologisch motiviert

  8. 22/10/2018 Markus Seifert
    Die Stelle ist sehr gut übersichtlich, daher kann ich nicht nachvollziehen, weshalb hier eine Spur wegfallen muss. Die Staus in beide Richtungen blockieren regelmäßig den Bahnverkehr in die Schillerstraße und sorgen an der Kreuzung Kaiserallee/Reinhold-Frank-Str durch den sich bildenden Rückstau zu sehr gefährlichen Situationen. Dadurch dass die Ampel für Fußgänger dunkel ist werden mehr Kinder animiert ohne Sicherung über die Fahrbahn zu laufen. In meinen Augen für alle Verkehrsteilnehmer, von Bahnen über Radfahrer, Autos bis zu Fußgängern ein Rückschritt. Ein vergrößern der Aufstellfläche für die querenden Fußgänger und Radfahrer würde in meinen Augen genügen. Die Räder haben kaum Platz und behindern die Fußgänger an der Aufstellung, so dass diese Angst haben müssen von der Bahn erfasst zu werden da kein Platz mehr vor der Ampel ist.

  9. 22/10/2018 Ingrid Buchmann
    Darf ein Hochschulexperiment den Straßenverkehr insbesondere im Berufsverkehr über Monate hin massiv behindern? Autofahren in Karlsruhe wird ohnehin an jeder Ecke behindert und schwer gemacht. Die Sinnhaftigkeit von Radwegen und Rad-Straßen sowie sicherere Straßen für Fußgänger erschließt sich mir ja noch, aber das ist jetzt eindeutig Schikane und vollkommen unnötig. Es wundert mich, dass die zuständigen Ämter die Straßen tatsächlich wegen sowas tätig werden. Es gibt soviele Ansätze für die Hochschule an wirklichen Problemstellen tätig zu werden, z.B. unser Oststadt-Kreisel/Viereck/runde Kreuzung, unsichere Fußgängerüberwege an manchen Straßenbahnhaltestellen, Stellen, an denen häufg PKW mit StraBa’s kollidieren, Konzepte gegen Kamikaze-Fahrradfahrer, Ampelschaltungen an Kreuzungen, die den PKW’s regelmäßig die Grünphase durch noch einfahrende Bahnen genommen werden und und und. Aber so ein Experiment lässt sich natürlich bequem und prima vom Sessel aus beobachten, wenn man nicht davon betroffen ist.

    Weg damit!

  10. 22/10/2018 Bernhard Haas
    Bedarfsregelung haben wir doch jetzt schon. Vernunft setzt sich durch. Die meisten gehen ohne Grünanforderung wenn kein Verkehr ist. Also, warum dazu nur eine Spur freimachen?

    Dann lieber so wie es ist!

  11. 27/10/2018 Gabriel
    Diese Mode Fahrstreifen für Autos zu vernichten, angeblich um die Autos aus der Innenstadt zu vertreiben finde ich einfach krank. Ob man will oder nicht die Bevölkerung wächst unaufhaltsam ergo die Anzahl Autos auch. Dass der Nahverkehr die Mobilität der Menschen übernimmt ist und bleibt eine Utopie solange man 2-3mal so lange mit den öffentlichen Verkehrsmitteln braucht als mit dem eigenen Auto.

  12. 27/10/2018
    Grundsätzliche finde ich es gut, dass erst eine Studie durchgeführt wird.
    Zum eigentlich Experiment kann ich mich diversen Vorrednern nur anschließen. Der Verkehr wird seit der Änderung massiv behindert. Um die Straße zu überqueren, muss man fortan umso mehr die Ampel anfordern weil ein freies Überqueren zu Tageszeiten kaum möglich ist. Früher hingegen boten sich durch deutlich weniger Staubildung hingegen öfter Gelegenheiten an, die Straße ohne Ampel zu überqueren.

    Fazit: Bedarfsampel ja, aber bitte wieder mit zwei Spuren

  13. 30/10/2018 Heinz M.
    super, mehr Freiheiten für Fussis und Radis

  14. 21/10/2018 rk
    Für Fußgänger wirklich eine optimale Lösung, aber Autofahrer werden durch diese Situation unnötig verzögert.

  15. 05/11/2018 L. M.
    Bitte unbedingt eine Feinstaub- bzw. Emissions-Messstelle auf der Kaiserallee einrichten, damit ersichtlich wird, wie durch dieses mutwillig herbeigeführte Verkehrschaos die NOX-Werte durch die Decke schießen.

    Wirklich eine großartige Idee, die Bevölkerung der Weststadt und Mühlburgs, sowie unzählige Pendler als unfreiwillige Versuchskaninchen missbrauchen! Nicht.

  16. 05/11/2018 F.M.
    Gute Sache! In anderen Ländern gibt es schon seit langem die Reglung, dass alle Fußgängerampeln “automatisch” Bedarfsampeln sind, sprich, dass man sie nutzen KANN aber nicht MUSS (rot bedeutet nur, man muss gucken muss, nicht dass man nicht überqueren darf).

    Diese Lösung kommt dem schon recht nahe und mal ehrlich, welcher normale Fußgänger wartet schon an einer roten Fußgängerampel, wenn weit und breit kein Auto (oder Kinder, wegen Vorbildfunktion) zu sehen sind?

    An die Leute, die hier wegen der reduzierten Fahrbahnbreite meckern: Ich komme in Karlsruhe seit 5 Jahren wunderbar mit Staßenbahn und Fahrrad überall hin. Ganz ohne Staus und Stress 😉 Und auch größere Einkäufe / sonstige Transporte lassen sich mit den Fahrradanhänger wunderbar erledigen. Je mehr Fahrstreifen verengt werden und je mehr Leute dazu bewegt werden, auf die Öffis umzusteigen desto besser für Stadt, Leute und Umwelt.

  17. 05/11/2018 Kommentar
    Hallo,
    eine sehr gute Lösung, die so dauerhaft umgesetzt werden sollte. Mehr als eine Spur braucht es hier für Autos wirklich nicht. Der Platz kann gut für Fußgänger und ggf. auch Radfahren investiert werden.
    Vielen Dank!

  18. 05/11/2018 Ela L
    Ich wohne unmittelbar am Mühlburger Tor und gehe täglich oft über diese Ampel. Ich finde das Experiment gut! Viele Schüler querten zuvor die Straße ohne ausreichend auf den Verkehr zu achten, gleichzeitig fahren viele Autos zu schnell und über “dunkelorange”. Durch die einspurige Fahrbahn werden Autos ausgebremst und Autofahrer scheinen viel aufmerksamer. Ich empfinde es als Fußgänger so sicherer. Wir befinden uns an dieser Stelle nahezu im StadtZentrum, dort haben Autos in dieser Masse meiner Meinung nach gar nichts zu suchen.

  19. 05/11/2018 Jens
    Ich glaube die meisten haben aus Gewohnheit angenommen, dass man an dieser Ampel auf grün warten muss. Wenn jedoch allen klar ist, dass man auch ohne zu Drücken einfach über die Straße laufen kann, ist es eine gute Sache. Ob die Straße dazu zwingend einspurig sein muss, wage ich zu bezweifeln. Insofern volle Zustimmung zu Simone Menz!

  20. 06/112018 Bernhard D.
    Realexperiment hin oder her. Unzumutbar trotzdem. Alles nur weil Fußgänger sich offensichtlich nicht an Verkehrsregeln halten. Ich hoffe nur, dass die Protagonisten des Experiments keinen Erfolg haben. Müsste man nicht auch den Anwohnern in der Kaiserallee gerecht werden. Einspurig bedeutet doch auch Stau. Stau wiederum verursacht Lärm, Stress und schlechte Luft. Wieso kann man den Autoverkehr nicht einfach nur laufen lassen. Wenn wenigstens die Straßenbahn eine echte Alternative für Pendler von auswärts wäre. Aber auch hier weit gefehlt. Teuer, unpünktlich, viele Ausfälle – das sind deren inakzeptablen Eigenschaften. Eine attraktive Stadt für alle Verkehrsteilnehmer zeigt sich von einer anderen Seite. Karlsruhe – viel vor und immer weniger dahinter.

  21. 07/11/2018 A. Baltes
    Ich quere dort täglich die Straße und finde es eine große Erleichterung. Der PKW Verkehr kann sogar häufig besser fahren, da viele die Ampel nicht anfordern. Ich kann keinen Stau beobachten. Die Fußgänger und Radfahrer haben in der Mitte deutlich mehr Platz. Dort wurde es mit Kinderwagen, Anhängern, Rollstühlen plus Begleitung vom Pflegeheim schon Mal ziemlich eng. Bitte so lassen.
    Außerdem parkt seit einiger Zeit der Transporter zur Anlieferung und Abholung am Paketshop nicht mehr so, dass er für die PKW die Ampel verdeckt. Ein Wunder, dass dort nie jemand angefahren wurde, im Irrglaube, bei Grün queren zu können. PKW und Fußgänger hatten keine Chance sich zu sehen.

  22. 09/11/2018 Carla T.
    Sehr vernünftig!!

    Bitte auch folgende Situation in der Kaiserallee untersuchen:
    Bevor zwischen Schiller- und Yorckstr. Gleisbauarbeiten erfolgten, konnte man die Kaiserallee gut auf Höhe der VHS Richtung Gutenbergplatz (und umgekehrt) überqueren, da es immer wieder zu großen Lücken im Kfz- und StraBa-Verkehr kam. Man mußte natürlich die Straßenbahnen beachten und erst hinter diesen die Gleise überqueren.
    Seit dem Gleisumbau ist dies nicht mehr möglich, da zwischen den Gleisen nur grober Schotter liegt (vorher Pflasterung). Auch auf Höhe der BBB ist es schwierig, weil dort die Straßenbahnen stadteinwärts so weit vorfahren, daß man ebenfalls über den Schotter gehen muß, solange die Bahn hält (war früher ebenfalls gut möglich). Da hier oft Bahnen hintereinander kommen, dauert es daher sehr lange, bis man die StraBa queren kann.

    Alternative bleibt nur die Ampel an der Yorck-/Blücherstr.
    Dies ist aber für Menschen, die nicht so flott zu Fuß sind, eine erhebliche Strecke.

    Insgesamt stelle ich fest, daß die Situation für (ältere) FußgängerInnen in der Stadt immer beschwerlicher gemacht wird, weil offenbar andere Interessen Vorrang habe (z.T. auch sicherheitsbedingt, ok): So werden die Abstände zwischen den Straßenbahnhaltestellen vergrößert bzw. Straßenbahnhaltestellen fallen weg (Schillerstraße, künftig Herrenstraße – früher gab es in der Kaiserstraße zwischen Marktplatz und Europaplatz mehrere Zwischenhaltestellen).

    Meine Konsequenz: Ich meide die Innenstadt von Karlsruhe, benutze nicht mehr die Straßenbahn und fahre lieber mit dem Auto ins Umland (z.B. Ettlingen, Kandel), je nachdem, wo gerade keine Baustellen sind und ich gut hinkomme. Dort sind die (Fuß)Wege wesentlich kürzer.
    Früher hat es mir nichts ausgemacht, die ganze Kaiserstraße vom Marktplatz zum Europaplatz zu laufen, inzwischen kann ich das aber nicht mehr.

  23. 12/11/2018 Anke S.
    Ich finde die Einrichtung solcher Bedarfsampelsteuerungen generell sehr sinnvoll. Zum einen können Fußgänger die Straße überqueren, wenn kein Auto kommt, und müssen nicht auf Grün warten. Zum anderen könnte auch so der Autoverkehr flüssiger laufen, wenn Fußgänger beispielsweise auf eine Lücke warten können.
    Die Frage ist jedoch, muss in diesem Fall der Autoverkehr auf einen Fahrstreifen je Richtung verringert werden?
    Gibt es denn Ampeln, die für Autos ständig ein Signal zeigen, für Fußgänger aber nur bei Bedarf? So könnte der Autoverkehr weiterhin für die vorhandene Ampel sensibilisiert werden und Fußgänger je nach Bedarf mit oder ohne Signalzeichen die Straße überqueren.
    Die gleiche Gefahrenstelle wie am Mühlburger Tor gibt es auch an der Ampel weiter westlich der Kaiserallee – auf Höhe Schillerstraße – und zwar vor allem bei Überquerung Richtung Norden. Hier ist eine “richtige” Ampel, die schnell Grün wird, sobald Fußgänger den Taster drücken. Das Signal für die Autos wird jedoch nur einen Bruchteil vorher Rot. Und hier fahren regelmäßig Autos noch bei Rot drüber, obwohl die Fußgänger bereits Grün haben.

  24. 13/11/2018 Anke S.
    Ein Nachtrag noch: Eventuell könnte man Hinweisschilder aufstellen, mit Dauer der Maßnahme und ganz kurz worum es geht.
    Die Anwohner um das Mühlburger Tor waren aufgrund der U-Strab-Baustelle in den vergangenen Jahre schon stark beeinträchtigt. Etwas mehr Transparenz könnte das Verständnis für solche Maßnahmen fördern.
    Die Autofahrer stehen so jeden Tag im Stau, wissen nicht warum, weil die Fahrbahn “willkürlich” auf einen Fahrstreifen verengt wird.

  25. 15/11/2018 M.B.
    totaler Mist, führt zu langen und unnötigen Staus

  26. 15/11/2018 Michaela H.
    Wer morgens ein paar mal die Kreuzung Mühlburger Tor passiert, bekommt schnell ein Gefühl für die Situation dort, das bedarf sicher keiner Studie. Die Ampelschaltung auf der Kaiserallee war bisher sehr gut, die Phasen waren kurz aber ausreichend für Fußgänger und Autofahrer, es lief flüssig. Die Fußgänger haben nun mehr Platz zum Warten, aber deshalb eine Fahrspur zu sperren, da gibts sicher andere Möglichkeiten.
    ALLE Verkehrsteilnehmer in Karlsruhe sind schon seit Jahren durch die vielen Baustellen extrem genervt, das spürt man immer häufiger im Umgang miteinander. Viele Baustellen werden auch einfach aufgemacht und nichts passiert, dieses Projekt fühlt sich jedenfalls schon wieder so an. Man teilt sich nun die einzige Spur auch noch mit Lieferfahrzeugen, Ein- und Ausparkern, viel Geduld wird verlangt, will man zügig ins Büro kommen.
    Radfahrer sollten am Mühlburger Tor mal in den Fokus rücken. Sie stehen an der Ampel der Abbiegespur seitlich links und rechts der abbiegenden Autos, gerne auch mittig, um dann beim Überqueren der Kreuzung von links nach rechts die Seite zu wechseln, oder mittig zu bleiben, je nach Belieben. Das ist gefährlich und nicht einschätzbar für nachfolgende Autofahrer, die dadurch abgebremst werden und durch ihr langsames Überqueren nachrückende Fahrzeuge erneut vor einer roten Ampel zurück lassen, erhöhte Wartezeiten = erhöhte Abgaswerte ! Ob bei diesem Experiment auch überwacht wird, wer seit dieser einspurigen Verkehrsführung eine andere Route wählt, da er zu viel Zeit braucht – und dann woanders für hohes Verkehrsaufkommen sorgt ?

  27. 15/11/2018 DS
    So etwas gibts auch nur in Deutschland. Da werden Autofahrer bestraft, weil Fußgänger immer über Rot gehen. Lieber einen Fahrstreifen komplett sperren, anstatt dafür zu sorgen, daß diese “Rotlichtsünder” mal zur Kasse gebeten werden. Mit diesen Geldern könnte man sinnvoller die Straßensanierung finanzieren. Nur weiter so…mich wundert nichts mehr hier.

  28. 16/11/2018 S. Schröpfer
    Der Denkansatz leuchtet mir ein und scheint mir auch grundsätzlich sinnvoll, sich für die Fußgänger einzusetzen. Bedeutet aber gleichzeitig – vor allem morgens in Richtung Stadtmitte (von der Yorckstraße Richtung Mühlburger Tor) kommend – eine enorme Verkehrsbeeinträchtigung für die Autofahrer. Wirklich sinnvoll erscheint mir die Maßnahme sowieso nur auf dem nördlichen Fahrstreifen, wo man von der Haltestelle Richtung Gymnasium quert. Nur dort sind Massen an Fußgängern unterwegs…oder?

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