Ergebnis VCÖ-Preis

Grund zur Freude! Das Reallabor GO Karlsruhe hat es im Finale des VCÖ-Mobilitätspreises in der Kategorie „Wissenschaftliche Forschung und Studien” unter die Top 5 aller teilnehmenden Einrichtungen geschafft.

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Videorückblick auf unser Realexperiment in Knielingen

Unser filmischer Rückblick auf das Realexperiment in Knielingen ist fertig. Neben Aufnahmen zur Markierung des Knotenpunktes, kommen auch unsere Professoren Prof. Dr. Jochen Eckart und Prof. Dr.-Ing. Jan Riel zu Wort und erklären, was es mit den Punkten auf der Straße auf sich hat und wie es dazu gekommen ist.

Im Finale des VCÖ-Mobilitätspreises

VCOE

Das Reallabor GO Karlsruhe steht mit fünf weiteren Projekten im Finale des VCÖ-Mobilitätspreises in der Kategorie „Wissenschaftliche Forschung und Studien“.  Der VCÖ-Mobilitätspreis wird von der gemeinwohlorientierte Organisation VCÖ in Kooperation mit dem österreichischen Verkehrsministerium, Nachhaltigkeitsministerium und den ÖBB verliehen. Dabei geht es besonders um die Nachhaltigkeit in der Mobilität der Zukunft. Dieses Jahr werden innovative Projekte, Ideen und Konzepte unter dem Motto „Gesellschaft.Wandel.Mobilität“ ausgezeichnet.

Aus insgesamt 321 Einreichungen wurde das Reallabor GO Karlsruhe von einer Fachjury in die Finalrunde gewählt. Auf der Webseite des VCÖ-Mobilitätspreises kann nun jeder über das Siegertreppchen der einzelnen Kategorien abstimmen. Machen auch Sie mit und stimmen sie bis zum 25. Juli online ab.Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im Herbst dieses Jahres in Wien gekürt.

Nächstes Realexperiment in den Startlöchern

Unser zweites Realexperiment steht an. Über die App haben wir viele Meldungen in der Fußgängerzone Waldstraße/Erbprinzenstraße erhalten. Diese wird stark von zu Fuß Gehenden zum Einkaufen, Essengehen oder zum Flanieren genutzt. Doch auch Fahrräder dürfen in der Fußgängerzone fahren. Besonders häufig nachmittags und abends treffen Fahrradpendler und zu Fuß Gehende aufeinander. Dabei werden zu Fuß Gehenden schnell und oft mit geringem Abstand von den Radfahrenden umfahren. Dies schränkt den Fußverkehr ein. Die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone ist so kaum gegeben. Da die Fußgängerzone aber auch einige wichtige Ziele für die Radfahrenden innehat, können und sollen diese nicht ganz ausgeschlossen werden.

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Zu Zeit wird der Ist-Zustand in der Waldstraße und der Erbprinzenstraße rund um den Ludwigsplatz aufgenommen. Erste Veränderungen wird es ab Ende Juli geben. Ab dann werden nach und nach Maßnahmen eingesetzt und untersucht, die das gemeinsame Nutzen der Fußgängerzone für Radfahrende und zu Fuß Gehende verbessern sollen. Um so die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone zu steigern.

Weitere Informationen zum Realexperiment und die Kommentarfunktion finden sie hier.

Kartenupdate: Realexperimente und Kommentarfunktion

Unsere Kartenansicht der gemeldeten Beiträge hat ein Update bekommen. Ab sofort können Sie sehen, wo Realexperimente geplant sind. Aus den mit einem grünen Pin markierten Beiträgen haben wir entweder bereits Realexperimente entwickelt oder die Beiträge werden noch genauer untersucht. Durch Anklicken der Pins und dem Button „Details zum Realexperiment“ gelangt man zur detaillierten Beschreibung der Realexperimente. Außerdem können Sie Kommentare zu allen bevorstehenden und aktuellen Realexperimenten abgeben. Wir sind gespannt, was Sie zu unseren Realexperimenten zu sagen haben!

Natürlich können Sie auch alle weiteren Beiträge kommentieren. So wollen wir sowohl Befürwortungen als auch Gegenstimmen zu den einzelnen Beiträgen sammeln.

Karte im Vollbild anschauen

Antwort auf Kommentare zum Realexperiment in Knielingen

Vielen Dank für Ihre Kommentare zu dem Realexperiment in Knielingen. Wir nehmen ihre Kritik wahr und ernst und prüfen alle eingehenden Rückmeldungen. Das Experiment steht unter ständiger Beobachtung. Gerne gehen wir mit Ihnen in die Diskussion, bitten Sie aber sachlich zu bleiben und nicht beleidigend zu werden. Im Folgendem gehen wir auf die diskutierten Themen ein.

 

WAS SOLL MIT DEM EXPERIMENT BEWIRKT WERDEN?

Ziel des Projekts Reallabor GO Karlsruhe ist es, experimentell zu erforschen, mit welchen Maßnahmen Verbesserungen für zu Fuß Gehende erreicht werden können. Die Maßnahmen sollen so gestaltet werden, dass sie ohne großen finanziellen Aufwand eingerichtet werden können, da die Experimente zeitlich begrenzt sind.
Durch die Markierungen in Knielingen sollen die Fußgänger direkt und sicherer die Straße queren können. Teilweise werden neue Querungsmöglichkeiten bereitgestellt, wo kein Gehweg vorhanden ist. Überwiegend sind die Markierungen in den Kreuzungsbereichen angebracht. In der Breite richten sich die markierten Flächen an den in der Verlängerung angrenzenden Parkplätzen aus. Damit bleibt die Durchfahrtbreite überwiegend unverändert. Im Laufe des Experiments werden drei reguläre Parkplätze beansprucht. Ansonsten wurden Flächen markiert, wo das Parken nicht gestattet ist (z. B. muss beim Parken vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen ein Abstand bis zu je fünf Metern eingehalten werden).
Für temporäre Markierungen sind nach der StVO gelbe Markierungen zulässig. Weiße Markierung dagegen sind nur für dauerhafte Maßnahmen gestattet.

 

WARUM IN KNIELINGEN?

Knielingen wurde als eines von drei Stadtteilen in das Projekt mit einbezogen, da in diesen Stadtteilen Bürgerbeteiligungen im Rahmen von Sanierungsgebieten im Gange sind. Ziel des Reallabor Forschungsprojekts ist, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Maßnahmen zu entwickeln und diese im Form von Realexperimenten zu erproben. Das aktuelle Projekt wurde gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern auf einer Veranstaltung im Juni 2017 entwickelt. Zuvor wurde zur Teilnahme an der Veranstaltung aufgerufen. Insbesondere wurde bemängelt, dass auf dem Weg von Alt-Knielingen in Richtung Egon-Eiermann-Allee an vielen Kreuzungen die Sichtverhältnisse zwischen zu Fuß Gehenden und Autoverkehr nicht gut sind. Die Idee der Gehwegverbreiterungen wurde auf der Sanierungsauftaktveranstaltung am 13. September 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt und mit den Anwesenden diskutiert.
Im Vorfeld wurden die Anwohner der betroffenen Straßen über das Vorhaben informiert, darüber hinaus war ein Artikel in der Bürgerzeitung „Der Knielinger“ erschienen. Weiter wird durch Pressemeldungen über den Zweck und die Nutzungsweise der Fußverkehrsflächen informiert.

 

WARUM KEINE ZEBRASTREIFEN?

Die Einrichtung von Zebrastreifen erfordert eine Beleuchtung des Fußgängerüberwegs und sind in ihrer Einrichtung sehr teuer. Weiter würde durch diese Maßnahme eine deutliche Vielzahl mehr an Parkplätzen wegfallen, da der Autofahrer bei einer Geschwindigkeit von 30km/h mindestens 22m vorher den Fußgänger erkennen muss, um rechtzeitig zu reagieren. Diese Sichtfelder müssen freigehalten werden. Es würden mindestens zwei Stellplätze je Zebrastreifen entfallen. Der Hauptgrund aber, warum keine Zebrastreifen eingerichtet wurden ist, dass mit dem Forschungsprojekt vor allem neue Möglichkeiten der Fußverkehrsförderung erprobt werden sollen.