GOKarlsruhe-Mendelssohnplatz

Realexperiment an der Baustelle am Mendelssohnplatz

Heute morgen haben wir unsere neu entwickelte dynamische Umleitungsschilder für Radfahrer zur Umfahrung der Kriegsstraße am Mendelssohnplatz in Betrieb genommen.

Nun werden Radfahrer, die aus der Rüppurrer Straße beziehungsweise der Fritz-Erler-Straße kommen, über die Displays in Echtzeit über das Verkehrsaufkommen an den Gehwegen und Straßenquerungen rund um den Baustellenbereich informiert. Sie können so besser entscheiden, ob sie die empfohlene Umleitungsroute nutzen oder absteigen und ihr Rad durch die Baustelle schieben.

Per Farbanzeige informieren die dynamischen Verkehrsschilder über die Verkehrsbelastung im Baustellenbereich:

  •  Ist wenig los und entsprechend viel Platz, werden langsame weiße Pfeile angezeigt, die eine Durchgängigkeit mit geringfügigem Konfliktpotenzial abbilden.
  • Blinkt der Baustellenbereich gelb, muss der Radfahrer mit Konflikten rechnen, das Folgen der Umleitungsbeschilderung wird empfohlen.
  • In Spitzenzeiten, wie beispielsweise zu Schulbeginn oder in Hauptverkehrszeiten mit hohem Verkehrsaufkommen, zeigt das dynamische Verkehrsschild einen rot blinkenden Bereich an. In diesem Fall haben Radfahrer keinen Platz mehr auf den Querungen; eine Umfahrung ist dringend geboten.

Testfahrten mit dem Rad haben gezeigt, dass durch die Nutzung der Umleitungsrouten zeitlich kein Nachteil im Vergleich zum Weg durch die Baustelle entsteht. Vom Realexperiment erhoffen wir und die Stadt eine höhere Akzeptanz der Umleitungsrouten. Mit Verkehrsbeobachtungen und Befragungen wird in der nächsten Zeit die Wirkung des neuartigen Ansatzes der Radverkehrsführung untersuchen. Auch interaktive Poster, die schon bei anderen Realexperimenten eingesetzt wurden, werden mit gezielten Fragestellungen installiert.

Das Realexperiment soll auf der einen Seite den aktuellen, durch die Baustelle bedingten Gegebenheiten die Belange der Fußgänger bestmöglich berücksichtigen. Zum Anderen soll es Radfahrern dienlich sein, damit auch sie sich bestmöglich in der Baustellensituation bewegen können und der Anspruch einer fahrradfreundlichen Stadt aufrechterhalten werden kann

Hier können Sie uns Ihre Meinung zum Realexperiment mitteilen.

Realexperiment am Mühlburger Tor begonnen

An der Haltestelle Mühlburger Tor wurden über die GO Karlsruhe App lange Wartezeiten an den Ampeln gemeldet. Zudem wurde bei einer Untersuchung eine hohe Anzahl von über ROT laufenden Fußgängern festgestellt. Die Analyse der Situation vor Ort hat ergeben, dass Fußgänger die Straße bei ROT überquerten, weil zu diesem Zeitpunkt keine Autos zu sehen waren. Zudem besteht das Problem, dass zu Schulbeginn und -ende die Aufstellfläche für Fußgänger nicht ausreicht.

Bei dem Verkehrsversuch wird die Überquerungsmöglichkeit der Straße zu und von der Haltestelle verändert. Fußgänger können dann auch ohne Ampel die Straße überqueren, da für den Autoverkehr nur ein Fahrstreifen pro Richtung bestehen bleibt. Die Möglichkeit, auch gesichert mit Hilfe von Ampelsignalen die Straße zu überqueren, bleibt weiterhin bestehen. Das Realexperimentz erfolgt vom Oktober bis Dezember 2018.

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Die Autofahrer werden statt bisher auf zwei Fahrstreifen auf einem Fahrstreifen fahren. Die Ampelschaltung wird auf eine Bedarfsampelsteuerung umgestellt. Das bedeutet, dass die Ampel im Normalzustand dunkel ist und sich im Ruhemodus befindet.
Sie kann aber jederzeit aktiviert werden, indem der gelbe Ampeldrücker betätigt wird. Nach der Betätigung des gelben Ampeldrückers leuchtet das ROTE Fußgänger-männchen. Nach kurzer Zeit bekommen dann die Autofahrer ROT und die Fußgänger GRÜN, so dass sie die Straße gesichert überqueren können. Solche Bedarfsampeln haben sich bereits an anderen Stellen in Karlsruhe bewährt.

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