Markierungen in der Litzelaustraße

Durch die bevorstehende Änderung der Tempo-20-Zone zu einem verkehrsberuhigten Bereich verändert sich die Ausgangssituation in der Litzelaustraße.
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Bereits seit 2017 wurden die Gehwege in der Litzelaustraße weitgehend aufgegeben, Fußgänger sowie Rad- und Autofahrer teilen sich den Straßenraum. Daher kommt es in diesen Bereichen besonders auf eine Gestaltung an, die sich vom „normalen“ Straßenraum abhebt und so zu gegenseitiger Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmenden beiträgt. Ergänzend zur Beschilderung werden ab dem 19. März der Beginn/das Ende der Straße mit Querbalken und Piktogrammen (Fuß, Rad und Kfz) markiert und es werden insgesamt vier Farbfelder (5mx5m) in den Farben Blau und Grün angebracht.
Zusätzlich werden Anfang April Plateaukissen eingesetzt. Vor einigen Wochen haben wir den Einsatz von temporeduzierenden Plateaukissen in der Unteren Straße erprobt, diese kommen nun in die Litzelaustraße.
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Die Umgestaltung wird von Zählungen des Fuß- und Kfz-Verkehrs sowie durch Verkehrsbeobachtungen begleitet, um mögliche Verhaltensänderungen der Verkehrsteilnehmenden zu dokumentieren. Zudem können Sie mittels „interaktiver Poster“ vor Ort per Knopfdruck Rückmeldung zum Fußverkehr in ihrer Straße geben.

Realexperiment: Waldstraße/Erbprinzenstraße geht in die nächste Runde

Seit Donnerstag, 7. März 2019, lenken dynamische Anzeigen den Radverkehr in der Fußgängerzone um den Ludwigsplatz in der Erbprinzen- und Waldstraße. Bei hohem Fußverkehrsaufkommen wird Radfahrern über das Display die Verwendung der City-Route-Süd empfohlen. Die Anzeigen ergänzen die bereits bestehenden Dialog-Displays zur Geschwindigkeitsbegrenzung, die im Sommer 2018 in der Erbprinzenstraße installiert wurden. Beide Maßnahmen sollen zu einem besseren Miteinander zwischen Fußgängern und Radfahrern führen.
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In Teilen der Wald- und Erbprinzenstraße, die als Fußgängerzonen ausgewiesen sind, ist es Radfahrern zwar gestattet, diese zu befahren. Sie sollten dabei jedoch Schritttempo fahren und so Rücksicht auf Fußgänger nehmen. Dass dies nicht immer der Fall ist, wurde von Fußgängern mehrfach über unsere App gemeldet. Auch die bereits durchgeführte Befragung mittels interaktiver Poster bestätigte die angespannte Situation zwischen den Verkehrsteilnehmern dort.
Aus diesem Grund wurden nun zusätzlich zu den Dialog-Displays kurz vor der Fußgängerzone dynamische Anzeigen aufgestellt. Diese befinden sich in der Erbprinzenstraße vor der Kreuzung Herrenstraße und in der Waldstraße vor der Kreuzung Amalienstraße und blenden ein, wie stark die Fußgängerzone aktuell frequentiert wird. Je nachdem wird den Radfahrern entweder die rücksichtsvolle Durchfahrt durch die Fußgängerzone oder die Nutzung der City-Route-Süd empfohlen. Diese führt über die Herrenstraße und die Amalienstraße und ist durch die grünen City-Route-Tafeln beschildert.
Die dynamischen Anzeigen sollen Radfahrer sensibilisieren, dass sie in eine Fußgängerzone einfahren, und so zur rücksichtsvollen Fahrweise animieren. Untersuchungen haben ergeben, dass vielen Radfahrern nicht bewusst ist, dass sie sich hier in einer Fußgängerzone befinden. Grund hierfür könnte die Straßengestaltung sein, die sich nicht wesentlich von der angrenzenden Fahrradstraße unterscheidet.
Wie auch bei den bisherigen Realexperimenten können alle Verkehrsteilnehmer vor Ort per Knopfdruck Rückmeldung geben. Dazu werden im Zeitraum der Umgestaltung die bereits bewährten „interaktiven Poster“ installiert, über die man seine Meinung in Form von „Smileys“ und „Schmollies“ abgeben kann. Zudem wird das Realexperiment von Zählungen des Fuß-, Rad- und Kfz-Verkehrs sowie durch Verkehrsbeobachtungen begleitet, um Verhaltensänderungen der Verkehrsteilnehmer zu dokumentieren und auszuwerten.

Realexperiment: Temporäre Aufpflasterung in Knielingen

Die Untere Straße und die Litzelaustraße in Alt-Knielingen werden nacheinander für die Dauer von bis zu 6 Wochen mit temporeduzierenden Elementen ausgestattet, welche die Verkehrssicherheit erhöhen sollen.

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Die Idee dazu wurde von Bürgerinnen und Bürgern auf einer Veranstaltung zum Sanierungsgebiet im Juni 2018 entwickelt. Das Vorhaben ist eng mit der Stadt Karlsruhe abgestimmt.
In Alt-Knielingen gibt es historisch bedingt viele sehr enge Straßen. Da im Schnitt jeder Zweite im Stadtteil ein Auto besitzt, wird der Platz für alle Verkehrsarten knapp und zu Fuß Gehende haben oftmals das Nachsehen. Seit 2017 ist Alt-Knielingen Sanierungsgebiet und es besteht nun die Chance, vor einer möglichen Umgestaltung im Rahmen des Sanierungsprogrammes, temporeduzierende Elemente sowie deren Wirkung im Rahmen des Reallabors zu untersuchen.
Ziel des Versuchs ist es, sowohl in der Unteren Straße als auch in der Litzelaustraße die Geschwindigkeiten des Kfz-Verkehrs durch temporäre Aufpflasterungen zu senken. Jeweils vier sogenannte Plateaukissen werden nacheinander in der Unteren Straße und der Litzelaustraße testweise zum Einsatz kommen. Die Aufpflasterungen sind für Radfahrende aufgrund der geringen Rampenneigung gut zu überfahren.
Mittels „interaktiver Poster“ kann vor Ort per Knopfdruck Rückmeldung zum Fußverkehr geben. Zudem wird die Umgestaltung von Zählungen des Fuß- und Kfz-Verkehrs sowie durch Verkehrsbeobachtungen begleitet, um mögliche Verhaltensänderungen der Verkehrsteilnehmenden zu dokumentieren.

Für Kommentare schreiben Sie uns bitte per Mail an GoKarlsruhe@hs-karlsruhe.de
oder auf unserer Facebookseite Reallabor GO Karlsruhe.

Realexperiment an der Baustelle am Mendelssohnplatz

Heute morgen haben wir unsere neu entwickelte dynamische Umleitungsschilder für Radfahrer zur Umfahrung der Kriegsstraße am Mendelssohnplatz in Betrieb genommen.

Nun werden Radfahrer, die aus der Rüppurrer Straße beziehungsweise der Fritz-Erler-Straße kommen, über die Displays in Echtzeit über das Verkehrsaufkommen an den Gehwegen und Straßenquerungen rund um den Baustellenbereich informiert. Sie können so besser entscheiden, ob sie die empfohlene Umleitungsroute nutzen oder absteigen und ihr Rad durch die Baustelle schieben.

Per Farbanzeige informieren die dynamischen Verkehrsschilder über die Verkehrsbelastung im Baustellenbereich:

  •  Ist wenig los und entsprechend viel Platz, werden langsame weiße Pfeile angezeigt, die eine Durchgängigkeit mit geringfügigem Konfliktpotenzial abbilden.
  • Blinkt der Baustellenbereich gelb, muss der Radfahrer mit Konflikten rechnen, das Folgen der Umleitungsbeschilderung wird empfohlen.
  • In Spitzenzeiten, wie beispielsweise zu Schulbeginn oder in Hauptverkehrszeiten mit hohem Verkehrsaufkommen, zeigt das dynamische Verkehrsschild einen rot blinkenden Bereich an. In diesem Fall haben Radfahrer keinen Platz mehr auf den Querungen; eine Umfahrung ist dringend geboten.

Testfahrten mit dem Rad haben gezeigt, dass durch die Nutzung der Umleitungsrouten zeitlich kein Nachteil im Vergleich zum Weg durch die Baustelle entsteht. Vom Realexperiment erhoffen wir und die Stadt eine höhere Akzeptanz der Umleitungsrouten. Mit Verkehrsbeobachtungen und Befragungen wird in der nächsten Zeit die Wirkung des neuartigen Ansatzes der Radverkehrsführung untersuchen. Auch interaktive Poster, die schon bei anderen Realexperimenten eingesetzt wurden, werden mit gezielten Fragestellungen installiert.

Das Realexperiment soll auf der einen Seite den aktuellen, durch die Baustelle bedingten Gegebenheiten die Belange der Fußgänger bestmöglich berücksichtigen. Zum Anderen soll es Radfahrern dienlich sein, damit auch sie sich bestmöglich in der Baustellensituation bewegen können und der Anspruch einer fahrradfreundlichen Stadt aufrechterhalten werden kann

Hier können Sie uns Ihre Meinung zum Realexperiment mitteilen.

Realexperiment am Mühlburger Tor begonnen

An der Haltestelle Mühlburger Tor wurden über die GO Karlsruhe App lange Wartezeiten an den Ampeln gemeldet. Zudem wurde bei einer Untersuchung eine hohe Anzahl von über ROT laufenden Fußgängern festgestellt. Die Analyse der Situation vor Ort hat ergeben, dass Fußgänger die Straße bei ROT überquerten, weil zu diesem Zeitpunkt keine Autos zu sehen waren. Zudem besteht das Problem, dass zu Schulbeginn und -ende die Aufstellfläche für Fußgänger nicht ausreicht.

Bei dem Verkehrsversuch wird die Überquerungsmöglichkeit der Straße zu und von der Haltestelle verändert. Fußgänger können dann auch ohne Ampel die Straße überqueren, da für den Autoverkehr nur ein Fahrstreifen pro Richtung bestehen bleibt. Die Möglichkeit, auch gesichert mit Hilfe von Ampelsignalen die Straße zu überqueren, bleibt weiterhin bestehen. Das Realexperimentz erfolgt vom Oktober bis Dezember 2018.

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Die Autofahrer werden statt bisher auf zwei Fahrstreifen auf einem Fahrstreifen fahren. Die Ampelschaltung wird auf eine Bedarfsampelsteuerung umgestellt. Das bedeutet, dass die Ampel im Normalzustand dunkel ist und sich im Ruhemodus befindet.
Sie kann aber jederzeit aktiviert werden, indem der gelbe Ampeldrücker betätigt wird. Nach der Betätigung des gelben Ampeldrückers leuchtet das ROTE Fußgänger-männchen. Nach kurzer Zeit bekommen dann die Autofahrer ROT und die Fußgänger GRÜN, so dass sie die Straße gesichert überqueren können. Solche Bedarfsampeln haben sich bereits an anderen Stellen in Karlsruhe bewährt.

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Hier können Sie uns Ihre Meinung zum Realexperiment mitteilen.

Campus Radio – Karlsruhe, deine Baustellen

Am 05. September 2018 war Prof. Eckart zusammen mit Herrn Lohmeyer vom Baustellenmanagement der Stadt Karlsruhe zu Gast beim Campus Radio und haben über unser nächstes Projekt gesprochen. Neben dem Projekt rund um die Baustelle am Mendelssohnplatz, ging es auch um das allgemeine Baustellenmanagement der Stadt sowie um das Forschungsprojekt Reallabor GO Karlsruhe (ab Minute 33:05).